Datenschutzerklärung
Sayline ist ein Werkzeug, dem Menschen anvertrauen, was sie in ihrer Führungsrolle unsicher macht. Deshalb steht hier, was tatsächlich passiert – auch dort, wo eine bequemere Formulierung möglich wäre.
1. Verantwortlich für die Verarbeitung
Daniel Loacker
Michael-Gaismayr-Straße 52b
6900 Bregenz, Österreich
E-Mail: hallo@sayline.at
2. Welche Daten wir verarbeiten
2.1 Konto
Deine E-Mail-Adresse (bei der ersten Anmeldung), dein Vorname sowie deine Angaben aus dem Einstiegsgespräch: Teamgröße, wie lange du schon führst, welche Themen dich unsicher machen und wie regelmäßig du Gespräche führst. Dazu der Zeitpunkt der Kontoanlage und, sobald du ein Abo abschließt, der Abo-Zustand und deine Kundennummer bei unserem Zahlungsdienstleister.
Dazu ein Zähler, wie viele Anfragen du heute an Sayline gestellt hast. Er begrenzt die Kosten, die eine außer Kontrolle geratene Anwendung verursachen könnte, und sonst nichts: Beginnt ein neuer Tag, wird die Zahl überschrieben. Es entsteht keine Aufzeichnung darüber, wann du Sayline benutzt – von gestern bleibt nichts stehen.
2.2 Gesprächsverläufe
Was du in den Chat schreibst, und was Sayline antwortet. Dazu die Einordnung der Situation (etwa Feedback, Konflikt, Delegation), ob ein Gesprächsleitfaden erzeugt wurde und – falls du nachträglich berichtest, wie das Gespräch gelaufen ist – dieser Bericht.
Wichtig zu wissen: Das ist freier Text. Er kann alles enthalten, was du eintippst – auch Angaben über Gesundheit, Schwangerschaft, Religion oder Herkunft von Menschen aus deinem Team, also besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO. Sayline fragt so etwas nicht ab und stellt keine Diagnosen. Verhindern, dass du es schreibst, kann die Anwendung aber nicht. Bitte gib nur an, was für die Vorbereitung deines Gesprächs wirklich nötig ist.
Von einem Übungsgespräch (Rollenspiel) speichern wir nichts von dem, was gesagt wird – weder deine Sätze noch die deines gespielten Gegenübers. Festgehalten wird nur, dass eine Übung stattgefunden hat: die Gesprächsart, die Zahl der Runden und das Datum. Daraus entsteht der Satz in deinem Profil, der dir zeigt, was du schon vorbereitet und geübt hast. Eine Übung ist kein geführtes Gespräch.
2.3 Namen von Menschen aus deinem Team
Wir führen keine Liste über dein Team. Wenn du im Gespräch einen Namen nennst, steht er dort, wo du ihn geschrieben hast – in deinem Gesprächsverlauf – und in den Sätzen, die Sayline für dich vorformuliert, weil man sie so ausspricht. Sonst nirgends: keine Namensliste, kein Datum je Person, keine Historie, keine Auswertung, keine Bewertung.
Damit gilt für einen Namen dieselbe Frist wie für alles andere im Verlauf: Nach 90 Tagen ist er gelöscht, ohne dass irgendwo ein Rest zurückbleibt. Bis zum 21. September 2026 war das anders – es gab einen Eintrag je genannter Person, unbefristet. Dieser Eintrag und die Erinnerungsfunktion, für die es ihn gab, sind abgeschafft.
Wir empfehlen ausdrücklich, keine Nachnamen zu verwenden – und nichts zu schreiben, was du der Person nicht auch selbst sagen würdest.
2.4 Wochenrückblick
Zwei kurze Freitextantworten pro Woche, zusammen mit dem Wochendatum.
2.5 Rückmeldungen
Unter jeder Antwort stehen zwei Knöpfe: „Das hat gepasst“ und „Das passte nicht“. Wenn du einen davon benutzt, bekommen wir deinen Kommentar, den Auszug, den du dabei freigegeben hast, deine E-Mail-Adresse – damit wir nachfragen können – und die Angabe, welchen der beiden Knöpfe du gedrückt hast.
Nichts davon passiert automatisch. Der Auszug steht vor dem Absenden sichtbar und änderbar auf dem Bildschirm; du kannst ihn kürzen oder ganz löschen. Dein übriger Gesprächsverlauf wird nicht mitgeschickt, und es gibt keinen Weg, über den wir ihn einsehen könnten.
2.6 Kündigung
Wenn du über den Kündigungsknopf kündigst, halten wir deine E-Mail-Adresse, den Zeitpunkt des Eingangs, den gewünschten Kündigungstermin und deine freiwilligen Angaben fest. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet: Der Zugang der Erklärung muss nachweisbar sein. Diese Angaben bleiben deshalb auch dann bestehen, wenn du dein Konto löschst – sie hängen nicht am Konto, weil der Kündigungsknopf ohne Anmeldung funktionieren muss.
2.7 Anmeldung
Sayline hat keine Passwörter. Zur Anmeldung verschicken wir einen Link an deine E-Mail-Adresse. In unserer Datenbank liegt nur eine Prüfsumme dieses Links, nie der Link selbst; er verfällt nach 20 Minuten und funktioniert genau einmal. Nach der Anmeldung setzen wir ein technisch notwendiges Cookie, das ausschließlich eine zufällige Sitzungsnummer enthält – keine Daten über dich. Ohne dieses Cookie könntest du dich nicht anmelden. Es dient keiner Analyse und keiner Werbung, deshalb gibt es bei uns auch kein Cookie-Banner.
Wir setzen weder Analyse- noch Trackingdienste ein und binden keine Schriften, Karten oder Videos von fremden Servern ein.
3. Wozu und auf welcher Rechtsgrundlage
Die Verarbeitung deines Kontos, deiner Gesprächsverläufe und deiner Angaben aus dem Einstiegsgespräch erfolgt zur Erfüllung unseres Vertrags mit dir (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) – ohne diese Daten kann Sayline die Leistung nicht erbringen.
Schreibst du über jemanden aus deinem Team, verarbeiten wir dabei auch Angaben über diese Person. Das stützen wir auf unser berechtigtes Interesse und deines daran, ein bestimmtes Gespräch vorbereiten zu können (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Der Umfang ist auf das Nötigste beschränkt: Es entsteht kein eigener Eintrag über die Person, nichts wird über Gespräche hinweg verknüpft, und alles verfällt mit dem Gesprächsverlauf nach 90 Tagen.
Rechnungs- und Steuerunterlagen verarbeiten wir aufgrund gesetzlicher Pflichten (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO).
Der Anstoß per E-Mail: Höchstens einmal im Monat und nur, wenn du länger nicht da warst, fragen wir per Mail, ob gerade ein Gespräch ansteht. Das ist die einzige Nachricht, die von uns ausgeht, ohne dass du sie ausgelöst hast; wir stützen sie auf unser berechtigtes Interesse daran, dass ein bezahltes Werkzeug im richtigen Moment erinnert wird (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). In jeder dieser Mails steht ein Abmeldelink, der ohne Anmeldung funktioniert – du kannst dem also jederzeit widersprechen, ohne dass sich sonst etwas ändert. Wer sein Gratiskontingent aufgebraucht und kein Abo hat, bekommt sie gar nicht erst: Das wäre Werbung und keine Erinnerung.
4. Wer die Daten außer uns verarbeitet
Damit Sayline funktioniert, arbeiten wir mit Dienstleistern, die Daten in unserem Auftrag und nach unseren Weisungen verarbeiten:
- Neon (Datenbank) – dein Konto und deine Gespräche liegen in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
- Anthropic (KI-Anbieter, USA) – damit eine Antwort entstehen kann, werden deine Nachricht, dein Profilkontext und der bisherige Gesprächsverlauf an Anthropic übermittelt und dort verarbeitet. Ohne diese Übermittlung gäbe es keine Antwort. Sie findet bei jeder Antwort von Mika statt.
- Vercel (Betrieb der Anwendung) – die Anwendung selbst läuft in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
- Stripe (Zahlungen) – deine E-Mail-Adresse und der Abo-Zustand. Deine Zahlungsdaten gibst du direkt bei Stripe ein; wir sehen sie nicht.
- Resend (Mailversand, USA) – deine E-Mail-Adresse für den Anmeldelink, für Erinnerungen, die du selbst angefordert hast, Vertragsbestätigungen und den Anstoß aus Abschnitt 3. Verschickt wird über ein Rechenzentrum in Irland; gespeichert werden die Mails und ihre Zustellprotokolle aber in den Vereinigten Staaten. Mehr dazu in Abschnitt 5.
Darüber hinaus geben wir nichts weiter. Insbesondere gibt es keinen Zugang für Arbeitgeber: Es ist technisch nicht vorgesehen, von einem Konto in ein anderes zu sehen.
5. Übermittlung in die USA
Zwei Empfänger verarbeiten in den Vereinigten Staaten: Anthropic bei jeder Antwort von Mika, und Resend bei jeder Mail, die wir dir schicken – Resend bekommt dabei deine Adresse und den Inhalt der Mail, also auch den Anmeldelink. Die USA haben kein Datenschutzniveau, das dem europäischen vollständig entspricht; insbesondere bestehen weitergehende Zugriffsbefugnisse von Behörden, gegen die Betroffene in Europa nur eingeschränkt vorgehen können. Die Übermittlung erfolgt auf Grundlage der Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO) beziehungsweise, soweit der Empfänger zertifiziert ist, auf Grundlage des EU-US Data Privacy Framework (Art. 45 DSGVO).
Wir halten diesen Punkt für den wichtigsten dieser Erklärung – deshalb steht er hier und nicht in einer Fußnote.
6. Wie lange wir Daten speichern
- Gesprächsverläufe: 90 Tage, danach automatisch gelöscht. Das ist lang genug, um an ein Gespräch anzuknüpfen und nachzufassen, und kurz genug, dass keine dauerhafte Akte über Menschen entsteht.
- Sitzungen: 30 Tage, danach musst du dich neu anmelden.
- Anmeldelinks: 20 Minuten, einmalig verwendbar.
- Übungen: 90 Tage, dieselbe Frist wie für Gesprächsverläufe. Gemeint ist der Vermerk, dass geübt wurde – das Gesagte wird ohnehin nie gespeichert.
- Konto und Wochenrückblicke: bis du dein Konto löschst. Namen von Menschen aus deinem Team stehen hier bewusst nicht mehr – sie fallen mit dem Gesprächsverlauf nach 90 Tagen weg.
- Der Zähler der heutigen Anfragen: einen Tag. Er wird überschrieben, nicht fortgeschrieben.
- Rückmeldungen: bis du dein Konto löschst. Wir brauchen sie, um einen Fehler zu verstehen und dir antworten zu können.
- Rechnungsdaten: solange steuer- und handelsrechtliche Aufbewahrungsfristen es verlangen (in der Regel zehn Jahre).
- Kündigungserklärungen: drei Jahre, entsprechend der regelmäßigen Verjährungsfrist – so lange muss der Zugang belegbar bleiben.
7. Deine Rechte
Du hast das Recht auf Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 21 DSGVO). Eine erteilte Einwilligung kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Zwei davon musst du nicht bei uns beantragen – sie sind eingebaut. Im Profil findest du „Meine Daten exportieren“ (liefert alles Gespeicherte als Datei) und „Konto & alle Daten löschen“ (entfernt Konto, Gespräche und Rückblicke endgültig). Beides ist ein Klick, ohne Rückfrage bei uns.
Für alles Weitere schreib uns an hallo@sayline.at.
8. Beschwerderecht
Du kannst dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschweren, in der Regel bei der Behörde deines Wohnsitzes oder unseres Sitzes.
9. Keine automatisierte Entscheidung über Menschen
Sayline schlägt Formulierungen vor. Es trifft keine Entscheidungen über dich oder über Menschen aus deinem Team, bewertet niemanden und erstellt keine Profile im Sinne von Art. 22 DSGVO. Die Vorschläge sind Anregungen; was du im Gespräch tatsächlich sagst, entscheidest du.
Die Stimme, die dir antwortet, heißt in der Anwendung Mika. Das ist ein Name für ein Programm und kein Hinweis darauf, dass ein Mensch mitliest – niemand tut das. Der Name steht dort, weil Mika im Übungsmodus jemand anderen spielt und erkennbar bleiben muss, wer gerade spricht.
10. Menschen, über die du sprichst
Wenn du über jemanden aus deinem Team schreibst, verarbeiten wir auch Daten dieser Person, ohne dass sie davon weiß. Wir halten den Umfang deshalb so klein wie möglich: Was du schreibst, bleibt in deinem Gesprächsverlauf und wird nach 90 Tagen gelöscht. Es entsteht kein Eintrag über diese Person, nichts wird über Gespräche hinweg zusammengeführt, und nichts von ihr verlässt Sayline in einer E-Mail oder einem Kalendereintrag. Bitte gehe trotzdem sorgfältig um – verwende Vornamen statt vollständiger Namen und schreibe nichts, was du der Person nicht auch selbst sagen würdest.
10.1 Welche Rechte diese Menschen haben
Dieselben wie du: Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17) und – weil wir diese Verarbeitung auf ein berechtigtes Interesse stützen – Widerspruch (Art. 21 DSGVO). Widerspricht jemand, löschen wir die Gesprächsverläufe, in denen die Person vorkommt. Einen eigenen Eintrag über sie, den man einzeln löschen könnte, gibt es nicht mehr.
Hier ist der ehrliche Teil: Wir können diese Person von uns aus nicht finden. Was über sie dasteht, steht im Freitext eines Gesprächsverlaufs – kein Nachname, keine Adresse, keine Personalnummer, keine Zuordnung zu einem Arbeitgeber, und kein Feld, nach dem sich suchen ließe. Genau diesen Fall regelt Art. 11 DSGVO: Wo eine Identifizierung nicht möglich ist, können wir die Betroffenenrechte nur erfüllen, wenn zusätzliche Angaben dazukommen.
Praktisch heißt das: Der schnellste Weg führt über die Führungskraft. Sie kann im Profil auf einen Klick alles exportieren, was hier gespeichert ist, und ihr Konto mit allen Daten löschen. Einzelne Einträge kann sie derzeit nicht selbst entfernen – dafür schreib uns, wir übernehmen das. Wer sich stattdessen direkt an uns wendet, bekommt Antwort – wir brauchen dann aber die E-Mail-Adresse der Führungskraft, sonst finden wir den Eintrag nicht. Diese Angabe verlangen wir ausschließlich zur Identifizierung und nutzen sie für nichts anderes.
10.2 Zum Weitergeben
Wenn dich jemand aus deinem Team fragt, wozu du Sayline benutzt, oder du es von dir aus sagen willst: Dieser Text ist zum Kopieren gedacht.
Ich bereite Gespräche mit einem Werkzeug namens Sayline vor (sayline.de). Ich schildere dort eine Situation und bekomme Vorschläge, wie ich sie ansprechen kann.
Wenn ich dabei deinen Vornamen nenne, steht er in meinem Gesprächsverlauf und wird nach 90 Tagen zusammen mit ihm automatisch gelöscht. Es wird dort keine Liste über dich geführt, keine Bewertung, keine Leistungsdaten, keine Akte und keine Auswertung, und niemand außer mir hat Zugang.
Du kannst jederzeit von mir verlangen, dass ich das lösche oder gar nicht erst verwende – ich zeige dir auf Wunsch auch, was gespeichert ist. Was dort steht, sage ich dir auch ins Gesicht.
Das ist keine gesetzliche Pflicht für dich, und wir behaupten das auch nicht. Es ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das jemand heimlich benutzt, und einem, das er auf dem Tisch liegen lassen kann.
Stand: September 2026